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Flensburg

"Nicht überlaufen, trotzdem abwechslungsreich"

Susanne Glander, Unternehmens-kommunikation

Moin, wie man hier oben – ganz im Norden Deutschlands, drei Kilometer von der dänischen Grenze entfernt – typischerweise „Hallo“ sagt. Mein Name ist Susanne und ich bin 38 Jahre jung. Meine Wurzeln habe ich auf der größten Insel Deutschlands, Rügen und mein zu Hause nenne ich seit 2004 Flensburg. Warum genau Flensburg? So weit ab von Ballungszentren, deutschen Flughäfen und vermuteten, beruflichen Verwirklichungschancen.

Das liegt für mich klar auf der Hand: Flensburg ist mein zu Hause geworden, auch wenn Rügen mit meiner Familie und der wunderschönen Natur meine Heimat bleibt. Aber genau an dieser Stelle hat mich die hyggelige Hafenstadt an der Flensburger Förde in ihren Bann ziehen können: Mit der Ostsee direkt vor der Tür, Stränden, Wäldern und Küsten ist alles da, was ich als Inselkind zum Durchatmen brauche: Ob man an einem der zwei Stadtstrände die Seele baumeln lässt, auf einer Bootstour die Flensburger Förde entdeckt und genießt, oder bei einem ausgedehnten Spaziergang durch Wälder und an Küsten entlang die Batterien auftankt. Hier bleibt für mich kein Wunsch offen.

Auf der anderen Seite kann ich bei einem Bummel durch die über ein Kilometer lange Einkaufsstraße die neuesten Trends entdecken, oder in den vielen hyggeligen Hinterhöfen der Innenstadt essen gehen. Diese Höfe stecken voller Geschichten und Traditionen – ist Flensburg doch eine alte Handelsstadt und für Rum bekannt. Im Sommer sind die Schmuckstücke der Stadt – wie die Höfe liebevoll genannt werden – auch Spielstätte für Konzerte und am direkt angrenzenden Hafen findet das Leben in der warmen Jahreszeit sowieso nur draußen statt. Mein Highlight dort: Eine Cola im Beach Club an der Hafenspitze und um Mitternacht ist es immer noch nicht dunkel, denn zur Sommersonnenwende kann man am Horizont immer noch das Tageslicht erblicken. Diese Mischung fasziniert mich an der Stadt mit knapp 90.000 Einwohnern immer wieder.

Übrigens, hyggelig ist das dänische Wort für gemütlich und beschreibt Flensburg sehr gut.

 

Und wer nun denkt, dass wir hier auf dem platten Land leben, irrt gewaltig. Da die Flensburger Förde, an dessen Ende die Stadt Flensburg liegt, von Gletschern geformt wurde, liegen die Uferseiten der Stadt mal locker über 60 Meter höher als der Meeresspiegel. Einmal mit dem Fahrrad vom Hafen die Toosbystraße mit einer Steigung von sieben bis acht Prozent hochgestrampelt, weiß man seine Gangschaltung und eine hoffentlich gut trainierte Lunge zu schätzen.

Wie bin ich aber von Rügen nach Flensburg gekommen? Erst einmal habe ich im 40 Kilometer entfernten Schleswig meine Berufsausbildung begonnen und dabei meine beste Freundin Lysi kennengelernt. Da sie von Usedom kommt, hatten wir sofort eine Gemeinsamkeit: zwei Inselkinder auf Entdeckungstour in Schleswig-Holstein. Als ausgelernte Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte zog es mich für meinen ersten Job nach Flensburg, genau wie Lysi, die hier ihr Studium an der Fachhochschule begann. Irgendwie war es für mich klar, dass wir unseren Weg gemeinsam weitergehen werden; um eine Sache gleich vorweg zu nehmen: sie arbeitet mittlerweile auch bei NOZ MEDIEN und mh:n MEDIEN als Mitarbeiterin in der Kreditorenbuchhaltung. Mit beruflichen Stationen in zwei Anwaltskanzleien, als Soldatin bei der Deutschen Marine und als Assistentin der Hauptgeschäftsführung bei der Industrie- und Handelskammer Flensburg fand ich meine Berufung letztlich in der Unternehmenskommunikation für die Mediengruppe. 2013 habe ich bei meinem jetzigen Arbeitgeber als Assistentin der Geschäftsführung begonnen und freue mich nach wie vor darüber, dass ich im gleichen Unternehmen beruflich weiterwachsen kann. Im Bereich Unternehmenskommunikation arbeite ich seit 2017 gemeinsam mit drei Kolleginnen, die am Standort Osnabrück tätig sind, unter anderem am Mitarbeitermagazin, fülle die sozialen Medien mit Leben, versorge das Intranet für die Mitarbeiter*innen stets mit den neuesten News, verantworte die Unternehmenswebseite und beantworte Presseanfragen oder versende Pressemitteilungen. Letztlich bin ich sehr dankbar, dass ich meine Fähigkeiten und Neigungen in diesem Bereich weiterentwickeln und ausleben kann.

Kurzum: Für mich ist Flensburg eine Stadt mit genau der richtigen Größe und Lage, nicht zu überlaufen und anonym wie typische Großstädte, dabei trotzdem spannend und abwechslungsreich, was Selbstverwirklichung, Lebensgefühl und zu Hause sein angeht – hyggelig eben.